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Nur jede 13. Frau bekam mindestens 1.800 Euro Altersrente

Eine gesetzliche Altersrente von mindestens 1.800 Euro bleibt für Frauen die seltene Ausnahme. Ende 2025 erreichten nur 835.029 von 10,65 Millionen laufenden Frauenrenten diese Marke. Das waren 7,84 Prozent. Umgekehrt lagen mehr als 92 Prozent darunter. Bei Männern kam immerhin jede dritte Altersrente auf mindestens 1.800 Euro.

835.029 Frauenrenten über der Marke

Die Zahlen ergeben sich aus dem im Juli 2026 veröffentlichten Statistikband „Rente 2025“ der Deutschen Rentenversicherung. Tabelle 41 weist sämtliche 19.087.911 laufenden Altersrenten zum Stichtag 31. Dezember 2025 in Betragsklassen aus. Addiert wurden die Klassen ab 1.800 Euro.

Altersrenten Ende 2025InsgesamtMindestens 1.800 €Anteil
Frauen10.648.773835.0297,84 %
Männer8.439.1382.826.63633,49 %
Insgesamt19.087.9113.661.66519,18 %

Die Grenze von 1.800 Euro ist keine gesetzliche Schwelle und auch keine amtliche Armutsgrenze. Sie macht aber sichtbar, wie ungleich höhere eigene Renten verteilt sind. Die Chance, diese Größenordnung zu erreichen, war bei einer laufenden Männerrente rechnerisch mehr als viermal so hoch wie bei einer Frauenrente.

Ab 2.400 Euro wird der Abstand noch größer

Am oberen Rand verschärft sich das Gefälle. Mindestens 2.400 Euro erhielten 789.928 Männer und damit 9,36 Prozent der männlichen Altersrenten. Bei Frauen waren es nur 111.198 Fälle oder 1,04 Prozent. Nahezu jede elfte Männerrente, aber nur rund jede 96. Frauenrente lag damit in der höchsten ausgewiesenen Betragsklasse.

Der durchschnittliche Zahlbetrag zeigt denselben Abstand, verdeckt aber die Verteilung. Die durchschnittliche Altersrente lag Ende 2025 bei Frauen bei 993,92 Euro und bei Männern bei 1.449,43 Euro. Ein Durchschnitt sagt jedoch nicht, wie viele Renten deutlich darunter oder darüber liegen. Die Betragsklassen zeigen nun, dass hohe Frauenrenten nicht nur seltener, sondern oberhalb von 2.400 Euro beinahe eine statistische Randgruppe sind.

45 Arbeitsjahre garantieren keine 1.800 Euro

Die Rentenhöhe folgt nicht allein aus der Zahl der Arbeitsjahre. Entscheidend sind vor allem die versicherten Verdienste und die daraus entstandenen Entgeltpunkte. Wer 45 Jahre lang jeweils genau den Durchschnittslohn verdient hat, kommt seit Juli 2026 rechnerisch auf eine Standardrente von 1.913,40 Euro brutto. Die DRV-Tabelle weist dagegen Rentenzahlbeträge nach Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung aus.

Teilzeit, längere Phasen mit niedrigem Lohn und Unterbrechungen schlagen sich über Jahrzehnte in weniger Entgeltpunkten nieder. Kindererziehungs- und Pflegezeiten können die Rente erhöhen, ersetzen aber nicht in jedem Verlauf die Punkte aus einer langjährigen vollzeitnahen Beschäftigung. Aus der Statistik selbst lässt sich allerdings nicht ablesen, welcher einzelne Faktor den Abstand bei einer bestimmten Rente verursacht hat.

Die Statistik zeigt nicht das gesamte Einkommen

Erfasst wird jeweils eine einzelne gesetzliche Altersrente. Eine Frau kann zusätzlich eine Witwenrente, eine Betriebsrente, private Altersvorsorge, Erwerbseinkommen oder Einkünfte ihres Partners haben. Umgekehrt kann eine Altersrente oberhalb von 1.800 Euro bei hoher Miete und weiteren Belastungen finanziell knapp bleiben. Die Quote misst deshalb weder Altersarmut noch das verfügbare Haushaltseinkommen.

Auch die Bezeichnung als Zahlbetrag ist wichtig. Bei pflichtversicherten Rentnern sind die eigenen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung grundsätzlich bereits berücksichtigt. Einkommensteuer wird nicht abgezogen. Die Rentenerhöhung zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent ist in der Stichtagsverteilung vom Dezember 2025 ebenfalls noch nicht enthalten. Aktuelle Einzelbeträge können daher höher liegen, ohne dass sich aus der Statistik bereits eine neue Verteilung berechnen lässt.