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Ein Rentenpunkt kostet fast 9.700 Euro

Rentner liest Abrechnung über 9.700 Euro für Kauf eines Rentenpunktes in 2026

Rentenpunkte kaufen klingt nach einer einfachen Lösung: Geld einzahlen, spätere Rente erhöhen. Seit Juli ist ein Entgeltpunkt in der gesetzlichen Rente 42,52 Euro Monatsrente wert. Der Preis dafür ist allerdings hoch. Wer 2026 rechnerisch einen ganzen Rentenpunkt erwerben will, muss fast 9.700 Euro einzahlen.

Der aktuelle Rentenwert ist zum 1. Juli 2026 auf 42,52 Euro gestiegen. Für Rentner ist das positiv. Für Menschen, die zusätzliche Ansprüche aufbauen wollen, zeigt die Zahl aber auch, wie teuer ein spürbares Plus bei der gesetzlichen Rente inzwischen ist.

Ein Rentenpunkt kostet 9.661,58 Euro

Die Rechnung ist klar: Für einen vollen Entgeltpunkt zählt 2026 das vorläufige Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro. Darauf wird der Beitragssatz zur Rentenversicherung von 18,6 Prozent angewendet. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Preis von 9.661,58 Euro für einen Rentenpunkt.

Rechnung 2026Betrag
vorläufiges Durchschnittsentgelt51.944 €
Beitragssatz zur Rentenversicherung18,6 %
Kosten für 1,0 Entgeltpunkte9.661,58 €
Monatsrente für 1,0 Entgeltpunkte seit Juli42,52 €
Jahresrente brutto510,24 €

Die Rechengrößen ergeben sich aus den aktuellen Werten der Rentenversicherung. Dort sind für 2026 das vorläufige Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro, der Beitragssatz von 18,6 Prozent und der aktuelle Rentenwert von 42,52 Euro hinterlegt.

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Das Geld ist erst nach vielen Jahren wieder drin

Ein Rentenpunkt bringt seit Juli 42,52 Euro brutto im Monat. Auf das Jahr gerechnet sind das 510,24 Euro. Wer 9.661,58 Euro einzahlt, braucht rechnerisch knapp 19 Jahre Rentenbezug, bis die Einzahlung über die Bruttorente wieder zurückgeflossen ist.

Diese Rechnung ist bewusst einfach gehalten. Sie berücksichtigt keine künftigen Rentenerhöhungen, aber auch keine Abzüge für Kranken- und Pflegeversicherung oder Einkommensteuer. Netto kann die Amortisation länger dauern. Steigen die Renten in den kommenden Jahren weiter, kann sie sich verkürzen.

Der Punkt bleibt trotzdem: Rentenpunkte sind kein Schnäppchen. Sie können Sicherheit bringen, weil die gesetzliche Rente lebenslang gezahlt wird. Wer aber nur auf die Rendite schaut, muss sehr genau rechnen.

Nicht jeder kann einfach beliebig einzahlen

„Rentenpunkte kaufen“ ist kein freier Online-Kauf. Es gibt vor allem zwei Wege. Wer nicht rentenversicherungspflichtig ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen freiwillige Beiträge zahlen. Für 2026 liegen die freiwilligen Beiträge zwischen 112,16 Euro und 1.571,70 Euro im Monat.

Der zweite Weg betrifft Menschen ab 50 Jahren, die eine vorgezogene Altersrente planen und spätere Abschläge ausgleichen wollen. Solche Sonderzahlungen sind möglich, wenn die Rentenversicherung vorher berechnet, welche Summe zum Ausgleich der Abschläge nötig wäre.

Wichtig ist: Auch wer später doch nicht früher in Rente geht, verliert die gezahlten Beiträge nicht. Die zusätzlichen Beiträge erhöhen dann die spätere Rente.

Der Höchstbeitrag bringt fast zwei Rentenpunkte

Wer 2026 den freiwilligen Höchstbeitrag zahlt, kommt auf 18.860,40 Euro im Jahr. Das entspricht rechnerisch rund 1,95 Entgeltpunkten. Seit Juli wären das brutto etwa 83,00 Euro zusätzliche Monatsrente.

Freiwilliger Beitrag 2026JahresbetragEntgeltpunktezusätzliche Monatsrente brutto
Mindestbeitrag1.345,92 €ca. 0,139ca. 5,92 €
rechnerisch 1 Rentenpunkt9.661,58 €1,00042,52 €
Höchstbeitrag18.860,40 €ca. 1,952ca. 83,00 €

Gerade der Mindestbeitrag zeigt, warum kleine Einzahlungen nur begrenzt wirken. 112,16 Euro im Monat sind leichter zu stemmen als mehrere tausend Euro auf einmal. Für die spätere Monatsrente kommt dadurch aber auch nur ein kleiner Betrag hinzu.

Bei Abschlägen kann sich der Kauf trotzdem lohnen

Besonders interessant werden Sonderzahlungen, wenn eine vorgezogene Altersrente geplant ist. Abschläge betragen 0,3 Prozent pro Monat. Wer drei Jahre früher geht, verliert dauerhaft 10,8 Prozent seiner Rente. Ab 50 können solche Abschläge ganz oder teilweise ausgeglichen werden.

Ob sich das lohnt, hängt stark vom Einzelfall ab: Rentenhöhe, geplanter Rentenbeginn, Steuerbelastung, Krankenversicherung, Lebenserwartung und vorhandenes Vermögen spielen eine Rolle. Wer eine hohe Steuerlast hat, sollte außerdem prüfen lassen, ob und wie die Beiträge steuerlich berücksichtigt werden können.

Wer 2026 ohne Abschlag in Rente gehen kann

Seit Juli ist der Rentenpunkt mehr wert

Der aktuelle Aufreger liegt deshalb in der Kombination: Seit Juli bringt ein Rentenpunkt mehr Monatsrente. Gleichzeitig zeigt die 2026er Rechnung, dass ein voller Rentenpunkt fast 9.700 Euro kostet. Für viele ist das mehr, als sie spontan mit dem Begriff „Rentenpunkte kaufen“ verbinden.

Als pauschaler Spartipp taugt der Kauf nicht. Als gezielte Entscheidung kann er sinnvoll sein, vor allem bei drohenden Abschlägen oder bei Lücken in der Versicherungsbiografie. Wer größere Summen einzahlen will, sollte vorher eine Probeberechnung anfordern und nicht nur auf den späteren Bruttobetrag schauen.