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Fast 22.000 Regelaltersrenten weniger im Jahr 2025

2025 begannen in Deutschland 356.388 neue Regelaltersrenten. Ein Jahr zuvor waren es noch 378.243. Damit sank die Zahl um 21.855 Fälle oder 5,8 Prozent. Die Deutsche Rentenversicherung nennt dafür im heute veröffentlichten Jahresbericht vor allem die gestiegene Regelaltersgrenze. Für den Jahrgang 1959 machte sie erstmals einen Sprung um zwei Monate. Gleichzeitig nahmen mehrere vorgezogene Altersrenten zu.

Zwei Monate verändern die Jahresstatistik

Für 1958 Geborene lag die Regelaltersgrenze bei 66 Jahren. Beim Jahrgang 1959 steigt sie auf 66 Jahre und zwei Monate. Damit greift seit 2025 erstmals die nächste Stufe der gesetzlichen Anhebung, bei der pro Geburtsjahrgang nicht mehr ein, sondern zwei Monate hinzukommen.

Das wirkt sich unmittelbar darauf aus, wie viele Menschen innerhalb eines Kalenderjahres ihre Regelaltersgrenze erreichen. Die Deutsche Rentenversicherung erklärt den Rückgang 2025 ausdrücklich damit, dass durch den zusätzlichen Monat statistisch weniger Personen im selben Kalenderjahr die Altersgrenze erreichen.

Es handelt sich also nicht um 22.000 Menschen, die dauerhaft aus der gesetzlichen Rente verschwunden sind. Ein Teil der Rentenbeginne verschiebt sich allein durch die höhere Altersgrenze in einen späteren Monat oder ins folgende Kalenderjahr.

Vorzeitige Altersrenten legen gleichzeitig zu

Hinzu kommt ein zweiter Effekt. Nach Angaben der Rentenversicherung hatten zahlreiche Versicherte bereits in früheren Jahren eine vorgezogene Altersrente begonnen. Auch dadurch fällt die Zahl der späteren Regelaltersrenten geringer aus.

Die Entwicklung der einzelnen Rentenarten zeigt, wie stark sich die Zugänge verschieben. Die Altersrente für langjährig Versicherte nach mindestens 35 Versicherungsjahren stieg 2025 von 225.120 auf 238.028 neue Fälle. Das entspricht einem Plus von 5,7 Prozent. Bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen nahm die Zahl um 6,4 Prozent auf 68.999 zu.

Anders entwickelte sich die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Dort sank die Zahl der Neuzugänge um 2,4 Prozent auf 262.361. Trotzdem entfielen noch 28,3 Prozent aller neuen Altersrenten auf diese Rentenart.

Insgesamt gingen weniger Menschen neu in Altersrente

Über alle Altersrenten hinweg registrierte die Rentenversicherung 2025 insgesamt 925.865 Neuzugänge. Im Vorjahr waren es 937.107. Der Rückgang beträgt damit 11.242 Fälle oder 1,2 Prozent.

Das erscheint auf den ersten Blick überraschend, weil zunehmend stark besetzte Babyboomer-Jahrgänge das Rentenalter erreichen. Der Jahresbericht macht jedoch deutlich, dass die reine Zahl neuer Renten stark von den gesetzlichen Altersgrenzen und der Wahl der Rentenart beeinflusst wird. Ein einzelnes Kalenderjahr lässt deshalb noch keinen Schluss darauf zu, dass der demografische Druck auf die Rentenversicherung nachlässt.

Wer seine persönliche Regelaltersgrenze prüfen will, muss auf den Geburtsjahrgang und das genaue Geburtsdatum schauen. Bei der Regelaltersrente steigt die Grenze für die Jahrgänge 1959 bis 1964 jeweils um zwei Monate, bis für ab 1964 Geborene 67 Jahre erreicht sind.

Rentenbeginnrechner

Der Zwei-Monats-Schritt läuft jetzt jedes Jahr weiter

Der Effekt von 2025 ist kein einmaliger Ausreißer im Gesetz. Für den Jahrgang 1960 liegt die Regelaltersgrenze bei 66 Jahren und vier Monaten, für 1961 bei 66 Jahren und sechs Monaten. Danach folgen 66 Jahre und acht Monate für 1962 und 66 Jahre und zehn Monate für 1963.

Erst der Jahrgang 1964 erreicht die volle Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Damit werden die Zwei-Monats-Schritte auch in den kommenden Jahren beeinflussen, wann einzelne Geburtsjahrgänge innerhalb eines Kalenderjahres in die Regelaltersrente wechseln.