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Neue Regelaltersrenten: Im Schnitt nur 22 Jahre und 9 Monate volle Beiträge

Wer seine Rente erst an der Regelaltersgrenze beginnt, hat nicht automatisch eine besonders lange Beitragsbiografie. Das zeigt der neue Statistikband der Deutschen Rentenversicherung für 2025 überraschend deutlich. Bei 283.441 statistisch ausgewerteten Regelaltersrenten ohne Vertragsrenten flossen im Durchschnitt 273,28 Monate vollwertiger Beitragszeiten ein. Das sind rund 22 Jahre und 9 Monate. Die gesamten rentenrechtlichen Zeiten lagen dagegen bei gut 31 Jahren und 4 Monaten.

Regelaltersrente fällt bei den Beitragszeiten deutlich ab

Die Deutsche Rentenversicherung weist die Zeiten im Rentenzugang 2025 getrennt nach Rentenarten aus. Bei allen erfassten neuen Altersrenten ohne Vertragsrenten kamen durchschnittlich 407,19 Monate vollwertiger Beiträge zusammen. Das entspricht knapp 34 Jahren.

Bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte waren es 519,71 Monate oder gut 43 Jahre und 3 Monate. Bei der Altersrente für langjährig Versicherte erreichte der Durchschnitt 443,42 Monate, also knapp 37 Jahre. Die Regelaltersrente liegt mit 273,28 Monaten deutlich darunter.

Das ist kein Widerspruch. Für die Regelaltersrente reicht grundsätzlich die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren. Wer 35 oder 45 Jahre anrechenbare Zeiten erreicht, kann dagegen Zugang zu anderen Altersrenten haben. Welche Monate für die verschiedenen Wartezeiten zählen, erklärt renten.net unter Wartezeit bei der Rente.

22 Jahre und 9 Monate sind keine 22 Jahre Beschäftigung

Der Begriff „vollwertige Beitragszeiten“ ist enger als ein normaler Blick auf das Erwerbsleben. Nach dem Glossar der Rentenversicherung sind das Kalendermonate, die mit Beiträgen belegt sind und nicht gleichzeitig als beitragsgeminderte Zeiten gelten. Beitragsgeminderte Monate können etwa entstehen, wenn Beitragszeiten mit bestimmten Anrechnungszeiten zusammentreffen. Zeiten einer Berufsausbildung werden ebenfalls besonders behandelt.

Deshalb darf aus den 273,28 Monaten nicht abgeleitet werden, dass die Betroffenen durchschnittlich nur 22 Jahre und 9 Monate gearbeitet haben. Die gleiche Statistik weist für die neuen Regelaltersrenten zusätzlich 33,12 Monate beitragsgeminderte Zeiten, 22,60 Monate reine Berücksichtigungszeiten und 47,55 Monate beitragsfreie Zeiten aus.

Zusammengerechnet ergeben sich durchschnittlich 376,55 rentenrechtliche Monate. Das sind rund 31 Jahre und 4 Monate. Auch diese Zahl ist nicht mit klassischen Arbeitsjahren gleichzusetzen.

Vertragsrenten sind aus dieser Auswertung herausgerechnet

Ein wichtiger Filter steckt bereits in der Tabellenüberschrift. Ausgewertet werden sogenannte Nichtvertragsrenten. Vertragsrenten sind nach der Definition der Rentenversicherung Fälle, bei denen wegen ausländischer Versicherungszeiten oder eines Auslandswohnsitzes über- oder zwischenstaatliches Sozialversicherungsrecht anzuwenden ist. Solche Fälle lässt die DRV bei den Auswertungen über Beitrags- und beitragsfreie Zeiten außen vor, weil dort zusätzliche ausländische Zeiten die Statistik verzerren könnten.

Damit beschreibt der Wert von 22 Jahren und 9 Monaten nicht sämtliche 2025 neu begonnenen Regelaltersrenten. Er bezieht sich auf die 283.441 in dieser Tabelle statistisch ausgewerteten Regelaltersrenten ohne Vertragsrenten und ohne Nullrenten.

Versicherungsjahre und Rentenhöhe bleiben zwei verschiedene Dinge

Die Statistik zeigt vor allem, warum die Zahl der Versicherungsjahre allein wenig über die spätere Rentenhöhe aussagt. Entscheidend ist zusätzlich, wie hoch die beitragspflichtigen Einkommen in den einzelnen Jahren waren und wie viele Entgeltpunkte daraus entstanden sind. Die Umrechnung lässt sich unter Rentenpunkte berechnen nachvollziehen.

Für die eigene Planung ist deshalb der Versicherungsverlauf wichtiger als die bloße Frage, wie viele Jahre seit dem ersten Job vergangen sind. Lücken, Ausbildung, Kindererziehung, Pflege, Arbeitslosigkeit und weitere Zeiten können für Anspruch und Berechnung unterschiedlich wirken. Genau diese Unterschiede machen aus 31 Jahren rentenrechtlicher Zeit statistisch nur knapp 23 Jahre vollwertiger Beiträge.